Skalierung
Manche Fragen lassen sich nur schwer mit Ja oder Nein beantworten. Bin ich zufrieden? Bin ich bereit, das zu entscheiden? Komme ich voran? Ein klares Entweder-oder wird der Lage selten gerecht.
Die Skalierung macht daraus eine sichtbare Bewegung. Du ordnest deine Frage auf einer Skala von 1 bis 10 ein. So wird sichtbar, wo du gerade stehst, und vor allem, was ein kleiner Schritt nach oben wäre. Geh die Schritte in Ruhe durch. Am Ende hast du deinen Standort bestimmt und einen konkreten nächsten Punkt vor Augen.
Worum geht es?
Schritt 1: Wo stehe ich gerade?
Die Zahl selbst ist nicht entscheidend. Sie ist der Anker für alles, was danach kommt. Es gibt kein richtig oder falsch, nur dein ehrliches Gefühl in diesem Moment.
Wo stehe ich bei dieser Sache gerade?
Schritt 2: Die Sache und das Thema dahinter
Oft steckt hinter dem konkreten Vorhaben noch ein größeres Thema. Die Differenz zwischen beiden Werten ist häufig die eigentliche Arbeit.
Wenn ich das Thema dahinter einschätze, nicht nur dieses Projekt, sondern den größeren Zusammenhang: Wo stehe ich da?
Schritt 3: Ein Punkt mehr
Jetzt geht es um Bewegung. Nicht der große Sprung auf die 10, sondern ein einziger Punkt nach oben. Das hält den Schritt klein und machbar.
Abschluss: Was nehme ich mit?
Wann ein Coaching hilfreich ist
Die Skalierung macht deinen Stand sichtbar, sie trifft die Entscheidung aber nicht für dich. Wenn deine Zahl über Wochen festhängt und kein Schritt nach oben gelingt, oder wenn dich das Thema so stark beschäftigt, dass du deinen eigenen Standort nicht mehr ehrlich einschätzen kannst, ist die Methode allein an ihrer Grenze. Dann hilft ein Gespräch mit jemandem, der die richtigen Fragen stellt, nicht die richtigen Antworten hat.
