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Über mich · Sparrings- und Reflexionspartner

Jan-Aiko Berends

Ich komme nicht aus dem Elfenbeinturm. Bevor ich Coach wurde, habe ich als Marktleiter im Einzelhandel Mitarbeiter geführt. Mit allem, was dazugehört: Entscheidungsdruck, Teamkonflikte, schwierige Gespräche. Heute verbinde ich beides: echte Führungserfahrung mit fundierten Methoden.
Jan-Aiko Berends
Jan-Aiko Berends
01·Mein Weg

Vom Bauernhof über den Einzelhandel zur Psychologie.

01

Herkunft

Früh auf eigenen Beinen

Ich bin auf einem Bauernhof in Holte groß geworden. Milchkühe, die Hundezucht meiner Eltern, drei Geschwister, und immer irgendwas zu tun. Mein Vater und meine Mutter mussten den Hof am Laufen halten, da blieb keine Zeit, uns alles abzunehmen. Für uns hieß das: selbst klarkommen und Verantwortung übernehmen, bevor uns das jemand erklärt hat. Das steckt bis heute in mir: nicht lange reden, sondern anpacken.

02

Umweg

Der falsche Weg und was ich daraus gelernt habe

Nach dem Abi bin ich nach Münster, um Lehramt zu studieren, Geschichte und Evangelische Religionslehre. Im dritten Semester wurde mir klar: Das ist nicht das Richtige für mich. Damit war mein Kindheitstraum, Akademiker zu werden, erst einmal geplatzt.

Also habe ich abgebrochen und musste zusehen, wie es weitergeht. Erst einmal zurück nach Hause zu meinen Eltern und einen neuen Weg suchen. Neben dem Studium hatte ich schon als Aushilfe im Einzelhandel gearbeitet, daraus wurde die Idee einer Ausbildung in genau diesem Bereich. Dort konnte ich eine meiner Stärken einbringen: Ich kann mich gut auf ganz unterschiedliche Menschen einstellen. Ich habe dann ausgelotet, was geht, und über den Handelsfachwirt führte mein Weg in die Führung. Schon im ersten Ausbildungsjahr durfte ich Filialleitungen vertreten.

03

Führung

Führung aus erster Hand

Als Marktleiter habe ich zu Spitzenzeiten, etwa im Weihnachtsgeschäft, bis zu 100 Leute geführt. Personalplanung, Konflikte wie bei der Urlaubsplanung, die kennt so gut wie jeder, schwierige Gespräche, Entscheidungen am laufenden Band. Den ganzen Führungsalltag habe ich nicht aus Büchern gelernt, sondern praktisch erlebt.

Und dabei fiel mir immer wieder dasselbe auf. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis wurde ständig über schlechte Führung geklagt. Über Konflikte, die niemand ansprach und erst recht nicht klärte. Über Verantwortung, die niemand tragen wollte, obwohl sie zur Rolle gehört. Darüber, dass Mitarbeitern in den Rücken gefallen wurde. Da dachte ich mir zweierlei: So schwer kann das doch nicht sein. Und zugleich: Woran liegt das eigentlich?

Also habe ich angefangen, mich mit Büchern über Führung und Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen. So kam zum ersten Mal etwas Theorie zu dem dazu, was ich längst praktisch erlebt hatte.

04

Fundament

Theorie trifft Praxis

Die Bücher haben mich gepackt, aber sie reichten mir nicht. Oft sind es Ratgeber, nicht immer wissenschaftlich belegt. Das stört mich grundsätzlich nicht, ich finde: Nicht alles, was funktioniert, muss man erst beweisen. Trotzdem wollte ich die Fakten und die psychologischen Hintergründe hinter dem Verhalten verstehen. Also habe ich mich noch einmal an die Uni gesetzt: erst Kommunikationspsychologie, dann den Master in Angewandter Psychologie. Beides berufsbegleitend, in Vollzeit neben dem Job. Mein Kindheitstraum vom Akademiker hatte sich damit doch noch erfüllt, nur auf einem ganz anderen Weg.

Parallel habe ich mich in mehreren systemischen Richtungen ausbilden lassen, als Business Coach, Wirtschaftsmediator, Supervisor und zertifizierter persolog Trainer. Funktioniert hat das, weil Studium und Ausbildungen gut ineinandergegriffen haben und sich gegenseitig ergänzen. Was ich an der Uni in der Theorie gelernt habe, konnte ich gleich in den Ausbildungen praktisch ausprobieren. Und die Methoden aus der Supervision nutze ich genauso im Coaching und in der Mediation. Coaching, Mediation und Supervision wirken in alle Richtungen aufeinander ein. Verschiedene Formate, eine Haltung, und jedes macht die anderen besser.

Als IT-Trainer bei EDEKA habe ich dann etwas gelernt, das ich so nicht erwartet hatte. Wenn ich mit fertigen Vorgaben kam, machten die Leute oft dicht. Fragte ich stattdessen nach ihren Wünschen, ihren Problemen, ihrer konkreten Situation, kam ich plötzlich durch. Da hat es klick gemacht: Mir macht es Spaß, Menschen etwas weiterzugeben. Nicht indem ich ihnen sage, was sie tun sollen, sondern indem ich die richtigen Fragen stelle.

Mehr zu den einzelnen Angeboten: Coaching, Wirtschaftsmediation, persolog-Profile und Supervision.

05

Heute

Heute

Hauptberuflich bin ich heute IT-Trainer bei EDEKA und coache nebenbei Mitarbeiter in Kommunikation und Führung. Daneben baue ich Schritt für Schritt meine Selbstständigkeit auf, Hermannssohn Consulting. Mein Büro steht in Friesoythe, meine Klienten kommen aus der ganzen Region.

Im Coaching mache ich genau das, worauf das alles hinauslief: als Sparrings- und Reflexionspartner Menschen dabei unterstützen, ihre eigenen Lösungen zu finden. Das ist meine wichtigste Erkenntnis aus all den Jahren: Menschen setzen Dinge um, die sie selbst gefunden haben, ganz anders als gut gemeinte Ratschläge von außen. Manchmal braucht es dafür jemanden, der die richtigen Fragen stellt und auch mal nachhakt. Genau deshalb coache ich. Und berate nicht.

Als Wirtschaftsmediator komme ich dann ins Spiel, wenn ein Konflikt zwischen mehreren Parteien festgefahren ist. Auch hier gebe ich keine Lösung vor, sondern sorge dafür, dass die Beteiligten wieder ins Gespräch kommen und selbst eine tragfähige Einigung finden. Dieselbe Haltung wie im Coaching, nur mit mehreren Menschen am Tisch.

06

Ausblick

Wohin die Reise geht

Wo das hinführen soll, ist für mich klar. Irgendwann will ich ganz von meiner Selbstständigkeit leben. Direkt mit Menschen zu arbeiten, im Coaching und in der Mediation, will ich dabei nie aufgeben. Skalieren gehört dazu, das ist ein Muss, aber für mich gilt: Qualität und die persönliche Zusammenarbeit gehen vor Wachstum und Umsatz. Deshalb möchte ich das, was ich in der Arbeit mit Menschen lerne, zusätzlich in eigene Produkte gießen: in Bücher zur Methodenkompetenz, in Materialien und Karten-Sets für die Reflexion. Ein Teil davon entsteht schon heute Stück für Stück, zum Beispiel hier im Blog. Und noch weiter gedacht möchte ich irgendwann selbst Coaches und Mediatoren ausbilden.

Damit schließt sich ein Kreis. Das Lehramtsstudium war für mich der falsche Weg. Aber der Wunsch dahinter, Menschen etwas weiterzugeben, war nie verkehrt. Er hat nur einen anderen Weg gefunden.

02·Profil

Erfahrung, Qualifikation und Ausbildung.

Berufserfahrung

  • Gründer Hermannssohn Consultingseit 2025
  • (IT-)Trainer EH Marktsysteme, EDEKAseit 2022
  • Coach Kommunikation und Führung, EDEKA Schmidtseit 2025
  • Marktleiter Führung von 10–100 Mitarbeitern2018–2022
  • IHK Prüfungsausschuss (Ehrenamt)2020–2024

Zertifizierungen

  • Systemischer Business Coach (WINGS)
  • Senior Business Coach (WINGS)
  • Zertifizierter Mediator nach der ZMediatAusbV
  • Zertifizierter Supervisor (Steinbeis)
  • Zertifizierter persolog Trainer

Akademische Bildung

  • M.Sc. Angewandte Psychologie (120 ECTS), IU Internationale Hochschule2025–2026
  • B.Sc. Kommunikationspsychologie (180 ECTS), IU Internationale Hochschule2022–2025

Berufliche Ausbildung

  • Handelsfachwirt (IHK)2017–2018
  • Ausbildereignung (AEVO)2018
  • Kaufmann im Einzelhandel, mit lobender Anerkennung für das Prüfungsergebnis2015–2017

04·Mein Ansatz

Eine Haltung. Mehrere Anlässe.

Ich habe bewusst ein breites Portfolio aufgebaut. Ich habe meine Ausbildungen gemacht, geschaut, wo die Synergien liegen, und überlegt, wie ich Unternehmen breit helfen kann, ohne meine Kernarbeit zu verwässern. Möglich ist das, weil ich überall mit derselben Haltung arbeite. Alles, was ich lerne, kann ich in jedem Bereich nutzen. Bessere Fragen zu stellen, neutral zu bleiben, reflexiv zu denken: Das zahlt auf alle fünf Formate ein.

Im Coaching, in der Mediation und in der Supervision gebe ich keine Antworten, sondern stelle Fragen. Die Verantwortung für die Lösung bleibt bei meinem Gegenüber. Was sich ändert, ist nur das Setting. Im Coaching begleite ich einen einzelnen Menschen. In der Mediation mehrere Konfliktparteien. In der Supervision reflektieren wir konkrete Fälle aus dem Berufsalltag, etwa eine Situation, die überfordert hat, um beim nächsten Mal sicherer zu reagieren.

In persolog-Profilen und in Seminaren bringe ich zusätzlich Wissen und Werkzeuge ein. Aber auch hier tue ich nicht so, als hätte ich die fertigen Antworten. In Seminaren gibt es eine Struktur, an der wir uns langhangeln, doch innerhalb dieser Struktur arbeite ich reflexiv: Was ist das Ziel, welche Ressourcen sind da, welche Lösung passt zu genau diesem Team? persolog ist dabei keine eigene Schublade, sondern eine Methode, die in die anderen Formate hineinwirkt. Im Coaching hilft ein Profil, Führungs- und Kommunikationssituationen besser zu verstehen. In der Mediation kann es den Parteien zeigen, warum sie immer wieder aneinandergeraten. Und in einem Unternehmen entsteht eine gemeinsame Sprache für Führung und Zusammenarbeit.

Genau diese Nähe ist der Vorteil. Was ich im Coaching über wiederkehrende Konflikte höre, macht meine Fragen in der Mediation schärfer. Was mir in der Supervision begegnet, fließt zurück ins Coaching. Deshalb sind das keine fünf unabhängigen Produkte nebeneinander. Es sind fünf Formate, die nah beieinanderliegen und voneinander profitieren. Die Haltung bleibt dieselbe. Der Anlass entscheidet, welches Format passt.

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